Rezept

Sauerteig-Dinkelbrot

Dinkel und Sauerteig – eine Kombination mit echtem Mehrwert: Das Brot schmeckt nussig-aromatisch, hat eine lockere Krume und ist durch die lange Fermentation besser verträglich als herkömmliches Dinkelbrot.

Sauerteig-Dinkelbrot auf Holzbrett
💡 Dinkel braucht weniger Wasser

Dinkelmehl nimmt Wasser schneller auf als Weizenmehl, quillt aber auch schneller auf. Beim Mischen deshalb etwas weniger Wasser verwenden und den Teig nicht zu lange kneten – er wird sonst klebrig und klebt am Rand.

Zutaten

Für einen Laib ca. 850 g:

ZutatMenge
Aktiver Sauerteig-Starter150 g
Dinkelmehl Type 630350 g
Dinkelmehl Type 1050100 g
Wasser (lauwarm)320 g
Salz9 g
Olivenöl15 g

Zubereitung

1

Autolyse

Beide Dinkelmehle mit 290 g Wasser vermischen (30 g zurückhalten). 45 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Dinkel entwickelt Gluten schneller – die Autolyse reicht völlig aus.

2

Starter und Salz einarbeiten

Starter und Salz (im restlichen Wasser gelöst) einfalten. Olivenöl zuletzt einarbeiten. Den Teig nicht zu aggressiv kneten – Dinkelgluten ist empfindlicher als Weizengluten.

3

Stockgare (3–4 Stunden)

Alle 30 Minuten 3× dehnen und falten, dann ruhen lassen bis der Teig sich um ca. 60 % ausgedehnt hat. Dinkel vergärt schneller als Weizen – lieber kürzer garen als zu lang.

4

Formen und Stückgare

Zu einer runden oder ovalen Form formen und in ein bemehltes Gärkörbchen legen. Über Nacht im Kühlschrank (8–12 Stunden).

5

Backen

Ofen auf 250°C vorheizen. Brot einschneiden und mit Dampf 20 Minuten backen, dann ohne Dampf bei 220°C weitere 28–30 Minuten fertig backen.

Tipps

  • Dinkelgluten ist schwächer – zu langes Kneten macht den Teig klebrig-weich
  • Kürzere Stockgare als bei Weizen, sonst Übergare-Gefahr
  • Kombination aus 630 und 1050 gibt bestes Aroma und gute Triebkraft
  • Hält sich 3–4 Tage frisch